Auftraggeber*in

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Zeitraum

01.2019 — 11.2022

Ort

Berlin

Leistungen

Forschungsprojekte

Kompetenzfelder

Erforschen & Verändern

Um was geht´s?

Die digitale Transformation bietet Städten, Kreisen und Gemeinden Chancen auf dem Weg der nachhaltigen Stadtentwicklung und Möglichkeiten zur Lösung drängender Herausforderungen. Die Smart City Charta der Bundesregierung unterstützt Städte, Kreise und Gemeinden in Deutschland dabei, die Chancen und Risiken einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung zu erkennen und Fehlentwicklungen zu vermeiden. Kommunen stehen vor der Herausforderung, einerseits die Möglichkeiten der Digitalisierung im Sinne ihrer Bürger*innen nutzbar zu machen und andererseits den Ansprüchen an Datensicherheit, Privatsphäre und Technologiesouveränität gerecht zu werden. Wie können Kommunen die digitalen Möglichkeiten für sich nutzen und gleichzeitig die möglichen Risiken im Blick behalten?

Methodik & Formate

Einige Kommunen haben bereits damit begonnen, Digitalkonzepte zu erarbeiten und konkrete Projekte umzusetzen. Vielfach besteht jedoch noch Unsicherheit, wie die Möglichkeiten der Digitalisierung in kommunales Handeln integriert und umgesetzt werden können. Bislang liegen kaum Hilfestellungen für Kommunen vor, die sich dem digitalen Wandel stellen wollen, sodass viele von ihnen vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen stehen. Vor diesem Hintergrund zielt z.B. das Projekt „Die digitale Stadt gestalten“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) darauf ab, eine solche Hilfestellung, die eine Übersetzung der Leitlinien und Handlungsempfehlungen der Smart City Charta in eine anwendungsorientierte Handreichung für Kommunen ist, zu erarbeiten.

Welche Rolle übernehmen Kommunen im Kontext der Smart City und welche konkreten Aufgaben kommen auf die Verwaltungen zu?
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Collage zur Visualisierung des Forschungsprozesses.
Raumwirkung
Collage zur Visualisierung der Raumwirkung der digitalen Stadt.
Projektumsetzung
Collage zur Visualisierung der Projektumsetzung.
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Collage zur Visualisierung von Vernetzungen in der Digitalisierung.

Ergebnisse

In unserer anwendungsorientierten Forschung entwickeln wir gemeinsam neue Wege, die Digitalisierung im Sinne lokaler Stadtentwicklungsziele zu nutzen und damit verbundene Risiken abzuschätzen. Unser Verständnis beruht auf einem holistischen und räumlichen Ansatz, der digitale Innovationen in den Dienst einer nachhaltigen und resilienten Stadt stellt. Neben anwendungsorientierten Handreichungen für Städte verfassen wir begleitend Expertisen zu ausgewählten Themen und Fragestellungen der Smart City, z.B. Digitale Tools für die kollaborative Entwicklung von Smart City Strategien, Digitale Plattformen als Katalysator für urbane Koproduktion oder das Mapping von cyberphysischen Systemen.

Credits

Projektteam

Prof. Melanie Humann
Christoph Walther
Julia Klink
Johanna Amtmann
Klara Herrmann

Projektpartner*innen

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
TU Dresden
Institut für Arbeit und Technik Gelsenkirchen

Alle Team-Mitglieder

Auftraggeber*in

bpd (bauwfonds immobilienentwicklung)

Zeitraum

09.2020 — 07.2022

Ort

Frankfurt a.M., Hamburg, Berlin, Köln, Hannover, Leipzig

Leistungen

Fortbildung

Kompetenzfelder

Beraten & Navigieren

Um was geht´s?

Die bpd (bauwfonds immobilienentwicklung) gilt in Deutschland als ausgewiesene Expertin in der Immobilien- und Projektentwicklung. In der von Urban Catalyst in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IAO konzipierten und durchgeführten Masterclass Gebietsentwicklung lernten 16 Teilnehmer*innen in fünf digital-analogen Modulen, worauf es bei der Entwicklung von zukunftsfähigen, lebenswerten und gemischten Stadtgebieten ankommt. Innovative Arbeitsformate bauten auf vorhandenen Kompetenzen der Teilnehmer*innen auf, in Kleingruppen konnte neu Erlerntes unmittelbar angewendet und erprobt werden. Neben der Erarbeitung von anpassungsfähigen Methoden legte die Masterclass großen Wert darauf, ein Team von Gebietsentwickler*innen mit einer gemeinsam getragenen Kultur zu formen. Urban Catalyst fungierte im Rahmen der Masterclass als Mentorin, um das Team auf dessen Weg zur Gebietsentwicklung von Morgen zu unterstützen.

Wie kann Gebietsentwicklung zukunftsfähig und nachhaltig sein?

Methodik & Formate

Um das vielfältige Wissen der Masterclass Gebietsentwicklung möglichst praxisnah und nachhaltig zu vermitteln, entwickelte Urban Catalyst eine Vielzahl dynamischer und anwendungsorientierter Methoden. Während der Module bekamen Kleingruppen die Möglichkeit, neues Know-How anhand realer Beispiele in einer geschützten Arbeitsumgebung zu erproben und auf ihre eigenen Bedürfnisse hin anzupassen. Eingebettet in eine digital-analoge Arbeitsumgebung setzten sich die Teilnehmer*innen mit Fallbeispielen aus dem Arbeitsalltag der bpd und realen Entwicklungsgebieten der jeweiligen Orte der Masterclass auseinander. Das breite Methodenspektrum aus den gemeinsam entwickelten Bereichen „Verbinden“, „Entwerfen“ und „Umsetzen“ eröffnete den Teilnehmer*innen vielfältige kreative Zugänge zu den Aufgabenstellungen.

Um eine möglichst dynamische Lernumgebung zu schaffen, wechselten sich verschiedene Formate während der fünf jeweils dreitägigen Module immer wieder ab. Auf inhaltliche und methodische Inputs von Urban Catalyst und Fraunhofer IAO sowie externen Referent*innen folgten Ortsbegehungen oder agile Arbeitsphasen in Kleingruppen. Im Plenum fanden große Planspiele wie die Masterchallenge, Präsentationen der Arbeitsgruppen oder Diskussions- und Wissenstransferformate statt.

  1. Rahmensetzung
  2. Inhaltliche und didaktische Konzeption
  3. Abschlussveranstaltung mit Präsentationen
  4. Synthese
  5. Werkzeugkoffer der Gebietsentwicklung
Auf gehts zur Masterclass!
Unser Werkzeugkasten für die Masterclass.
Play the city!
Mit unterschiedlichen Bausteinen werden Diskussionen in der Masterclass geleitet.
Eine zukunftsfähige und nachhaltige Gebietsentwicklung diskutieren die Teilnehmer*innen spielerisch im Workshop.

Ergebnisse

Lässt sich je nach Herausforderung vielseitig einsetzen und anpassen: Der Werkzeugkoffer Gebietsentwicklung!

Wie lässt sich das breite Wissen der Masterclass in den Arbeitsalltag der Gebietsentwickler*innen implementieren? Während der Masterclass betonten die Teilnehmer*innen, wie wichtig ein hoher Praxisbezug der Inhalte für ihren Berufsalltag ist. Als Ergebnis der Masterclass entwickelte Urban Catalyst deshalb einen anwendungsorientierten und erweiterbaren Werkzeugkoffer. Hauptbestandteil davon ist eine Sammlung aller erarbeiteten Methoden, die anhand konkreter Beispiele im Kontext einer Gebietsentwicklung erläutert werden. Die erste Kategorie „Verbinden“ konzentriert sich auf die Vernetzung beteiligter Akteur*innen und darauf, die DNA eines Ortes und seiner Menschen zu verstehen. Die zweite Kategorie „Entwerfen“ präsentiert Methoden, die zur Visions- und Konzeptentwicklung angewendet werden können. „Umsetzen“, die dritte Kategorie, richtet den Blick auf wirtschaftliche und juristische Fragestellungen und wie man mit ihnen umgehen kann.

Credits

Projektteam

Prof. Klaus Overmeyer
Bärbel Offergeld
Thomas Haas

Projektpartner*innen

Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Team-Mitglieder

Auftraggeber*in

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung

Zeitraum

05.2018 — 02.2019

Ort

Hannover

Leistungen

Reallabor

Um was geht´s?

Nachdem das Vorhaben, den Steintorplatz teilweise zu bebauen, an den Protesten der Öffentlichkeit scheiterte, hatte sich der Rat der Landeshauptstadt Hannover (LHH) für ein umfassendes Beteiligungsverfahren zur Zukunft des Steintors entschieden. Urban Catalyst begleitete die LHH bei diesem Vorhaben und koordinierte den Beteiligungsprozess und entwickelte passende Beteiligungsformate. So wurden im Rahmen dieses Prozesses unterschiedliche Vor-Ort-Formate auf dem Steintorplatz und der angrenzenden Innenstadt Hannovers durchgeführt, wie eine Bustour, Themenabende oder eine fünftägige Aktionswoche mit verschiedenen Mitmachaktionen. Die Ergebnisse wurden anschließend ausgewertet und als Grundlage für den nachfolgenden städtebaulichen-freiraumplanerischen Wettbewerb zusammengeführt.

Die Debatte über die Zukunft des Steintors wurde nicht nur über den Ort, sondern vor allem vor Ort geführt! Mit der Aktionswoche über fünf Tage auf dem Platz hatten die Bürger*innen an der Platzstation zahlreiche Möglichkeiten, ihre Ideen und Meinungen einzubringen.
  1. Standortanalyse
  2. Kooperative Konzeptentwicklung
  3. Aktionswoche/Experiment
  4. Auswertung
  5. Synthese
  6. Städtebaulicher Wettbewerb

Methodik & Formate

Menschen bringen sich mit unterschiedlich viel Zeit und Interesse in Beteiligungsprozesse ein. Herzstück des Beteiligungsprozesses auf dem Steintorplatz war das Platzlabor im Rahmen der Aktionswoche. Mit einem breiten Spektrum  leicht zugänglicher Beteiligungsformate für unterschiedliche Zielgruppen wie beispielsweise Platz-Safaris, Themenabende, einer großen Aktionswoche vor Ort mit offenem Mittagstisch sowie zwei abschließenden Foren hat Urban Catalyst die „Steintor-DNA“ in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten schrittweise entwickelt. Weitere Produkte auf dem Weg zur „Steintor-DNA“ waren zwei Online-Dialoge (mit zebralog, Berlin) sowie zwei Ausgaben der „Steintor Zeitung“ (mit bureau hardy seiler und endboss, beide Hannover).

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Der Prozessplan zeigt die unterschiedlichen Beteiligungsformate und Phasen des Steintor-Dialogs.
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Die Aktionswoche wurde direkt auf dem Steinplatz-Platz vor Ort durchgeführt.
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Die Bustour sammelte unterschiedliche Haltungen und Meinungen von Nutzer*innen der Innenstadt Hannovers.
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Im Rahmen des Steintor-Dialogs wurden analoge Formate mit einer digitalen Online-Beteiligung verzahnt.
Mit Student*innen wurde die Zukunft des Steintorplatzes auch vor Ort diskutiert.
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Mit unterschiedlichen Materialien konnte Interessierte ihre Ideen visualisieren.
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In der Prototypen-Werkstatt konnten Interessierte ihre Vision des Steintorplatzes in Modellen basteln.
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Die unterschiedlichen Werte und Haltungen zur Entwicklung des Steintorplatzes wurden von uns für die weitere Diskussion im Prozess zusammengefasst und visualisiert.

Ergebnisse

Die mit der Bürger*innenschaft gemeinsam erarbeitete „Steintor-DNA“ besteht aus zwei Teilen. Teil 1 sind die Steintor-Werte: Sie beschreiben übergeordnete Qualitäten, für die das Steintor im Kontext der anderen Plätze und Freiräume in der hannoverschen Innenstadt in Zukunft aus Bürger*innensicht stehen soll. Teil 2 beinhalten die Steintor-Leitlinien, die gestalterische Empfehlungen zu vier Themenfeldern umfassen: Raumstruktur, Grün, Nutzung und Mobilität. Mit dieser Steintor-DNA wurde die Grundlage für den nachfolgenden städtebaulichen Wettbewerb geschaffen: Die Teams griffen die Steintor-DNA in ihre Entwürfe auf, die in einem städtebaulichen Wettbewerbsverfahren seitens der Jury und Hannoveraner*innen bewertet und weiterentwickelt wurden. Schlussendlich entschied sich die Jury für den Entwurf des Berliner Architekturbüros Grieger und Harzer.

Credits

Projektteam

Prof. Klaus Overmeyer
Christoph Walther
Johanna Westermann
Thees Kalmer
Julia Klink
Luca Mulé

Projektpartner*innen

bureau hardy seiler, zebralog, endboss

Alle Team-Mitglieder

Auftraggeber*in

Wissenschaftsstadt Darmstadt, Stadtplanungsamt

Zeitraum

04.2017 — 02.2019

Ort

Darmstadt

Leistungen

Integriertes Stadtentwicklungs­­konzept

Kompetenzfelder

Ko-Entwickeln & Planen

Um was gehts?

Der Masterplan DA2030+ ist ein Blick in die Zukunft der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Wo und wie können sich Stadt und Quartiere verändern? Welche Grenzen für das Wachstum gibt es? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit sich Darmstadt nachhaltig entwickelt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, erarbeitet die Stadt den „Masterplan DA2030+ ////Darmstadt weiterdenken“.  Der Masterplan definiert als gesamtstädtisches, integriertes, räumliches Konzept die Qualitäten der Stadt, zeigt Handlungsfelder und Strategien für die zukünftige Entwicklung auf bricht diese auf räumliche Handlungsschwerpunkte und in umsetzungsfähige Maßnahmen herunter. Er zeichnet damit ein Gesamtbild gemeinsamer Zukunftsvorstellungen. Entstanden ist der Plan in einem dialogorientierten, kooperativen Planungsverfahren unter der Beteiligung der Bevölkerung, Politik, Verwaltung und wichtiger Institutionen, von Fachplanungsteams sowie Expert*innen.

Zentraler Bestandteil des Bearbeitungsprozesses war ein dialogorientiertes, kooperatives Planungsverfahren unter umfassender Beteiligung der Bevölkerung, der Politik, der Verwaltung und wichtiger Institutionen.
  1. Stadtgesellschaft aufrufen
  2. Planungsteams einbinden
  3. Ideen sammeln
  4. Auswertung
  5. Szenarien
    entwickeln
  6. Zusammenführen
Der Masterplan DA 2030+.
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Thematische Karte im Themenfeld „Ressourcen und Flächen“.
Der Masterplan DA 2030+ ist ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung Darmstadts. Er stellt ein Leitbild auf übergeordneter Ebene dar, aus dem heraus konkrete Projekte und Maßnahmen entwickelt werden.
Grafik zum Masterplan DA 2030+.
Visualisierung im Masterplan DA 2030+.
Visualisierung zur Nachverdichtung im Masterplan DA 2030+.
Illustration zu einem Schlüsselraum im Masterplan DA 2030+.
Mockups Design
Der Masterplan DA 2030+ als Broschüre.
Mockups Design
Der Masterplan DA 2030+ als Broschüre.

Ergebnisse

Der Masterplan ist da! Mit dem Masterplan DA 2030+ liegen nun zentrale „Leitplanken“ für die zukünftige Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt vor. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Transformationsherausforderungen bewältigt und das Wachstum der Stadt gesteuert und geplant umgesetzt werden können. Der Masterplan DA 2030+ stellt ein Kommunikationsmittel und eine Diskussionsgrundlage dar, auf die sich Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung berufen können. Um die Aufgaben im Sinne des Gemeinwohls umsetzen zu können, muss die Verwaltung mit den notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet werden.

Credits

Projektteam

Andreas Brüning
Fritz Lammert
Luca Mulé
Dr. Cordelia Polinna
Franziska Waas
Christoph Walther

Projektpartner*innen

Wolfgang Aichinger, Berater für nachhaltige Mobilität, Berlin

Alle Team-Mitglieder